Corona-Restriktionen: Diese Regeln gelten derzeit auf Mallorca

Ein fortlaufend aktualisierter Überblick über die wichtigsten Maßnahmen während der Pandemie (Stand: 25.4.)

Nach besonders strengen Regeln über die Osterzeit gelten seit Samstag (24.4.) einige Lockerungen. Insbesondere wurde die nächtliche Ausgangssperre verkürzt und gilt nun zwischen 23 und 6 Uhr. Gastronomen dürfen im Freien wieder alle Tische bewirten und montags bis donnerstags auch Abendbrot servieren. Die Innengastronomie bleibt vorerst geschlossen.


Für Mallorca gilt derzeit die Stufe 2 des insgesamt fünfstufigen (0 bis 4) spanischen Corona-Protokolls. Dieselbe Stufe gilt auch für Ibiza. Auf Menorca und Formentera gilt die Stufe 1, hier sind also zum Beispiel auch Innenräume von Restaurants geöffnet. In dieser Meldung fassen wir den jeweils aktualisierten Stand der geltenden Corona-Regeln zusammen. Die Details stehen an verschiedenen Stellen im balearischen Gesetzesblatt. Sobald dort auch die jüngsten Beschlüsse veröffentlicht werden, setzen wir hier einen Direktlink auf die spanischen Originaltexte.


Private Treffen

Seit Mitte Januar war es auf Mallorca grundsätzlich verboten, sich privat mit Personen zu treffen, mit denen man nicht zusammen in einem Haushalt lebt. Dieses Verbot ist mittlerweile etwas gelockert. Seit Anfang März darf man wieder Verwandte oder Freunde besuchen. Das gilt für Treffen im Freien und in Innenbereichen. Zusammenkommen dürfen dabei maximal sechs Personen. Im Innern gilt weiterhin, dass diese Personen aus höchstens zwei Haushalten stammen dürfen. Im Freien - und somit auch an Restauranttischen - entfällt diese Beschränkung seit Samstag (24.4.).


Ausgangssperre ab 23 Uhr

Seit Wochen gilt auf Mallorca eine nächtliche Ausgangssperre. Lange musste man zwischen 22 Uhr und 6 Uhr zu Hause bleiben, sofern man nicht nachweislich beruflich unterwegs ist oder wichtige Termine zum Beispiel beim Arzt wahrnimmt. Seit Samstag (24.4.) beginnt die Sperre eine Stunde später: also zwischen 23 und 6 Uhr. Die Balearen-Regierung will diese Ausgangssperre aufrechterhalten, selbst wenn der spanienweit verhängte Alarmzustand vermutlich am 9. Mai endet. Ob sie dafür eine rechtliche Handhabe findet, ist noch ungewiss.


Restaurants und Cafés

Die Innengastronomie ist geschlossen. In den Hotels darf an die eigenen Gäste bis 22 Uhr Abendessen serviert werden.


Im Freien dürfen die Wirte nun wieder alle Tische besetzen. Die grundsätzlich weiterhin geltende frühe Sperrstunde um 17 Uhr bleibt bestehen, wurde aber um eine Ausnahme aufgeweicht: Montags bis donnerstags dürfen Cafés und Restaurants zusätzlich zwischen 20 und 22.30 Uhr öffnen. Die Maßnahme ist so gedacht, dass Abendessen serviert werden können, ohne dass die Gefahr besteht, dass nachmittags Trinkgelage - sogenannte tardeos - entstehen.


An den Terrassen-Tischen dürfen maximal vier Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten Platz nehmen. Ausgenommen sind von dieser Regeln größere Gruppen aus ein- und demselben Haushalt.


In allen geschlossenen öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel in einer Metro-Station oder einer Markthalle, ist das Konsumieren von Speisen oder Getränken verboten. Die Balearen-Regierung hat strenge Kontrollen angekündigt. Insbesondere will man verhindern, dass sich größere Menschengruppen vor Bars versammeln, um zum Beispiel auf der Straße gemeinsam zu zechen.


Maskenpflicht

Es gilt eine generelle Maskenpflicht. Wörtlich heißt es in dem Gesetzestext, dass "Personen ab sechs Jahren" die Maske "zu jeder Zeit sowohl im öffentlichen Raum oder im Freien und auch in öffentlich genutzten geschlossenen Räumen" tragen müssen. Die Verordnung verpflichtet auch zum "korrekten Tragen" der Maske: Nase und Kinn müssen bedeckt sein.


Die Maske kann beim Sport abgenommen werden. Beim Flanieren an der Strandpromenade sollte man sie aufsetzen. Am Strand sollte man sie beim Spazieren tragen, beim Sonnenbaden oder Schwimmen darf man sie abnehmen.


Ein spanisches Gesetz hatte das Tragen der Maske im Außenbereich noch einmal verschärft. Im April einigten sich die Regionen auf eine gemeinsame etwas lockere Interpretation dieses Gesetzes.


In Cafés und Restaurants kann die Maske zum Essen und Trinken natürlich abgenommen werden. Danach ist sie aber wieder aufzusetzen.


Verstöße werden mit bis zu 100 Euro Bußgeld geahndet.


Rauchverbot


Das Rauchverbot bleibt streng. Erlaubt ist das Rauchen auf der Straße, sofern der ­Sicherheitsabstand zu allen anderen Personen eingehalten wird. Raucher dürfen also auch nicht in Gruppen ­zusammenstehen. Wer raucht, muss am Platz stehen bleiben. Rauchend durch die Straße gehen, ist verboten.


Strenge Regeln beim Shoppen

Seit dem 13.3. dürfen sich in Geschäften wieder 75 Prozent der sonst erlaubten Kunden aufhalten. Zuvor waren es 50 Prozent.


Einkaufszentren und Kaufhäuser mit großen Verkaufsflächen dürfen bis 21 Uhr öffnen. Das Verbot, an verkaufsoffenen Sonn- und Feiertagen zu öffnen wurde zum Samstag (24.4.) hin aufgehoben.


Für Einkaufszentren und Kaufhäuser gelten strenge Regeln. Im Innern der Geschäfte dürfen sich nur 50 Prozent der gewöhnlichen Kundenzahl aufhalten, an Samstagen sogar nur 30 Prozent. Dies muss in Echtzeit und transparent kontrolliert werden, genauso wie der CO-2-Gehalt der Luft. Die Gemeinschaftsbereiche bleiben geschlossen. Die Zahl der Kundenparkplätze muss auf die Hälfte reduziert werden.


Ladenschluss ist generell um 21 Uhr. Danach ist nur noch der Verkauf von Lebensmitteln und Produkten der Grundversorgung erlaubt - die Definition dafür wurde zwischenzeitlich erweitert. Genannt sind im balearischen Gesetzblatt Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel, Apotheken, Orthopädie, Optiker, Kioske, Presse, Telekommunikation, Friseure und Schönheitssalons, Tierärzte, Gartenbedarf, Werkstätten. Tankstellen dürfen geöffnet bleiben.


Kultur

Kulturveranstaltungen, inbesondere die Veranstaltungen zu den Fiestas, werden abgesagt. Ausnahmen gelten für Kinos, Theater, Konzertsäle und Zirkuszelte. Das Limit liegt bei 50 Prozent der normalen Zuschauerzahl. Essen und Trinken in den Räumlichkeiten ist verboten.


Sport

Zehn Personen dürfen nun zusammen im Freien trainieren, bislang waren es sechs. Dieses Limit von zehn Personen gilt auch für Wandergruppen. Fitnessstudios haben geöffnet. Sie dürfen 30 Prozent der sonst üblichen Kundenzahl empfangen. Bestimmte Geräte, insbesondere die für das Cardio-Training, bleiben geschlossen.


Seit dem 13. Februar sind sportliche Aktivitäten "geringer Intensität" im Innern sowie auch der Betrieb von Tanzschulen unter strengen Auflagen möglich. In der Regel können Gruppen von zehn Personen angeleitet üben. Am 13. März kamen auch Aktivitäten von größerer Aktivität hinzu. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei zehn Personen. Die Räumlichkeiten müssen ordnungsgemäß gelüftet und der CO2-Gehalt der Luft kontinuierlich kontrolliert werden. Umkleiden und Duschen dürfen unter Auflagen wieder benutzt werden.


Hallenbäder dürfen öffnen. Pro Schwimmer müssen vier Quadratmeter Wasserfläche garantiert sein. Maximal dürfen sich zwei Schwimmer gleichzeitig auf einer Bahn befinden.


Gottesdienste

Voll besuchte Kirchen wird es vorerst nicht geben. Für Gotteshäuser gilt eine Höchstzahl von maximal 50 Prozent der normalerweise zugelassenen Personen. Die Kirchen empfehlen ihren Gemeinden, die Zeremonien im Fernsehen oder per Video im Internet zu verfolgen.


Schulen

Mallorcas Schulen bleiben geöffnet, der Unterricht hatte am 8.1. wieder begonnen.


Strände, Parks und Fiestas

Anders als beim Lockdown im Frühjahr 2020 bleiben auch die Strände und Parks geöffnet. Der Besuch ist jedoch auf die Uhrzeiten zwischen 7 und 21 Uhr beschränkt. Kinder dürfen die Spielplätze benutzen. Diese werden dafür häufiger desinfiziert. Auch Karussells oder ähnliche Jahrmarkts­attraktionen sind grundsätzlich erlaubt. Fiestas werden abgesagt.


Öffentlicher Nahverkehr

Die Passagierzahl ist eingeschränkt. In den Überlandbussen dürfen nur Sitzplätze belegt werden. Für die Stadtbusse gelten laxere Regeln. Grundsätzlich sind die Passagiere angehalten, während der Fahrt zu schweigen, um die Ansteckungsgefahr gering zu halten.


Innerspanische Reisen sowie zwischen den Inseln

Wer nach Mallorca reist, braucht einen PCR-Test mit negativem Ergebnis, das nicht älter ist als 72 Stunden. Eine Übersicht über weitere Regeln für die Reisen zwischen Deutschland und Mallorca geben wir hier.


Hinweis: Die Corona-Auflagen auf den Balearen ändern sich fortlaufend und sind teilweise widersprüchlich. Wir recherchieren sie nach bestem Wissen und Gewissen, können aber keine Gewähr geben. /tg


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